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Digitale Dateiformate
Wissenswertes nach oben
Karten als Auszüge aus den digitalen Informationssystemen, reproduzierte Karten oder Texte (z. B. Erläuterungen) kann der GD NRW in verschiedenen digitalen Dateiformaten liefern. Bitte beachten Sie die Formatangaben bei der Bestellung.
In Hinblick auf die Generierung der digitalen grafischen Daten und ihre Verwendung ist grundsätzlich zwischen Raster- und Vektordaten zu unterscheiden. Diese können jeweils in unterschiedlichen Dateiformaten angeboten werden.
 
Rasterdaten nach oben
Rasterdaten beschreiben die dargestellten Geometrien flächenhaft durch in Matrixform (Zeilen · Spalten) angeordnete Bildpunkte. Die einzelnen quadratischen Bildelemente heißen Pixel (pictural element). Jedem Pixel ist ein Attribut zugeordnet. Dabei kann es sich um Zahlenwerte (z. B. Höhe in m über NN), die einer Rasterfläche zugeordnet sind, oder um Farb- oder Grauwerte handeln (Klassifikation einer Eigenschaft, z. B. Grad der Erosionsgefährdung).
Rasterdaten können z. B. mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms, einer Digitalkamera oder eines Scanners erzeugt werden. Zu beachten ist, dass Rasterdaten immer durch die Abhängigkeit der Auflösung von der Größe der einzelnen Pixel gekennzeichnet sind. Die Auflösung wird mit der Maßeinheit dpi (dots per inch, Punktdichte) angegeben. So sind z. B. Bilder oder Karten, die primär für eine Darstellung auf einem Monitor (z. B. über das Internet) mit 72 dpi gescannt wurden, nicht beliebig vergrößerbar, ohne schnell unscharf und gezackt zu wirken. Deshalb erhalten Sie von uns Rasterdaten mit 150 bis 300 dpi Auflösung, die für eine qualitativ hochwertige Weiterverarbeitung sehr gut geeignet sind. Dies sind die üblichen Qualitätsmerkmale unserer gescannten analogen Karten oder der umgewandelten Vektordaten aus geografischen Informationssystemen.
Wenn Rasterdaten als primäres Produkt der digitalen Bearbeitung in einem geografischen Informationssystem erzeugt werden, z. B. bei der Verarbeitung digitaler Höhenmodelle, gibt es unabhängig von der technisch möglicherweise höheren grafischen Auflösung eine fachlich bedingte Rasterweite („Grid-Zellen“) von z. B. 10 oder 50 m.
Austausch- oder Speicherformate für Rasterdaten sind z. B.: JPEG, TIF oder GIF. In der Regel bekommen Sie Rasterdaten von uns im JPEG-Format geliefert. Auf Nachfrage sind auch andere Formate (bevorzugt TIF) lieferbar.
In GIS-Umgebungen werden Rasterdaten (Bilddaten, Satellitenbilder, gescannte Luftbilder, geologische Karten oder Pläne) häufig als Hintergrundinformation mit einem geografischen Bezug zur Darstellung von Vektordaten verwendet. Um Rasterdaten so aufzubereiten, dass sie für GIS nutzbar sind, ist eine Georeferenzierung (Einpassung, Entzerrung) notwendig. Die meisten unserer gescannten Karten können Sie georeferenziert, d. h. mit World-Datei (*.tfw oder *.jfw) bestellen. Damit ist in der Regel eine problemlose Integration in Ihre GIS-Umgebung möglich.
JPEG-Format
Das Namenskürzel des JPEG-Formats steht für die Joint Photographic Expert Group, der Korporation, die das Format entwickelt hat. Das JPEG-Dateiformat wurde 1991 von den internationalen Standardisierungsgremien ISO und ITU, zu denen die "Joint Photographic Experts Group" gehört, im ISO-Standard DIS 10918 genormt. Dateien des JPEG-Formats haben die übliche Dateinamen-Endung .jpg, .jpeg oder .jpe.
JPEG ist ein verbreiteter Komprimierungsstandard für unbewegte Bilder. Ein Vorteil des JPEG-Formates ist der effiziente Grad der Komprimierung, der dazu führt, dass relativ kleine Datenmengen entstehen. Das Prinzip der Komprimierung nach dem JPEG-Verfahren beruht unter anderem darauf, dass sehr ähnliche Farbwerte in dem zu komprimierenden Bild gleichgesetzt werden. Je höher der Kompressionsfaktor, desto kleiner die Datei und desto schlechter die Bildqualität. Je geringer der Kompressionsfaktor, desto größer die Datei und desto besser die Bildqualität. JPEG-Grafiken haben eine Farbtiefe von bis zu 24 Bit; das entspricht 16,7 Millionen verschiedenen Farben.
TIF-Format
Dateien im TIF-Format (Tagged Image File Format) haben die übliche Dateinamen-Endung .tif. TIFF ist ein Dateiformat zur Speicherung von Bilddaten. Ursprünglich wurde es von Aldus (1994 von Adobe übernommen) und Microsoft für gescannte Bitmap-Bilder für die Farbseparation entwickelt. Zusammen mit EPS ist es das wichtigste Format zum Austausch von Daten in der Druckvorstufe.
TIFF ist plattformunabhängiger als andere Dateiformate; so kann beispielsweise die Bytefolge der Kodierung von Zahlen (Byte order) eingestellt werden. In einer Datei können mehrere Versionen eines Bildes abgespeichert werden, z. B. ein Thumbnail (vereinfachte Voransicht) und das vollständige Bild. Es berücksichtigt Farbräume und verschiedene Lauflängenverfahren zur Datenkomprimierung.
Ein Nachteil des TIF-Formates ist seine Komplexität, die dazu führt, dass relativ große Datenmengen entstehen.
GIF-Format
Das GIF-Format (Graphics Interchange Format) wurde von der Firma CompuServe für die Datenübertragung über Telefonleitungen entwickelt. Grafiken im GIF-Format kann man mit verschiedenen Farbtiefen abspeichern. So lässt sich das Datenvolumen der Grafik gering halten. Die Obergrenze beträgt nur 8 Bit pro Pixel, was 256 verschiedenen Farben entspricht. GIF ist infolgedessen nicht für fotorealistische, sondern eher für einfachere Grafiken und Diagramme geeignet. Der Vorteil der GIF-Bilder liegt in der verlustfreien Bildkomprimierung ohne Einbuße in der Bildqualität. Weitere Vorteile sind das „Interlacing“ (Bildübertragung bereits während des Ladevorgangs) und die „animated GIFs“ (eine Folge von mehreren GIF-Bildern läuft als Bildsequenz ab, es entstehen animierte Objekte). Optische Effekte lassen sich mit der Möglichkeit der Transparenzdefinition von Teilen einer Grafik (z. B. Hintergrundfarbe) erzielen.
PDF-Format
Das PDF-Format (Portable Document Format) ist ein plattformunabhängiges Format der Firma Adobe zur einfachen Verbreitung, Weiterleitung sowie Präsentation von Karten, aber auch von Texten sowie Grafiken in Raster- und Vektorformaten. Die Dateinamen-Endung lautet .pdf.
Die Dateien können mit dem kostenfreien Viewer „Acrobat Reader“ visualisiert werden. Normalerweise ist ein originalgetreuer Ausdruck möglich, eine digitale Weiterverarbeitung (Einbindung in GIS-Umgebung) ist allerdings ausgeschlossen.
 
Vektordaten nach oben
Vektordaten beschreiben Objekte mit Raumbezug auf der Basis der grafischen Grundelemente Fläche, Linie und Punkt. Die Koordinaten der Stützpunkte definieren den Raumbezug. Mit Hilfe des Vektordatenformats können komplexe geometrische Strukturen vorgehalten und ausgewertet werden. Vektordaten sind im Prinzip maßstabslos. Geometrische Objekte können mit den entsprechenden Zoomtechniken quasi unendlich – ohne Rücksicht auf einen sachlich begründeten Maximalmaßstab – vergrößert werden. Leistungsfähige Vektordatenmodelle erlauben außerdem die eindeutige Definition und Verwaltung von topologischen Beziehungen. Vektordatenformate erlauben die eindeutige Verknüpfung geometrischer Objekte mit beschreibenden Sach- bzw. Fachdaten.
ArcView-SHAPE-Format
Das ArcView-SHAPE-Format, von ESRI für Geodaten der Programmgruppe ArcView/ ArcGIS eingeführt, besteht aus vier Einzeldateien:
  • der .apr-Datei (ArcView 3.x) bzw. der .mxd-Datei (ArcGIS 8.x) mit den Definitionen des Projekts, z. B. der Dateipfade.
  • der .shp-Datei zur Speicherung der Geometriedaten
  • der .shx-Datei mit dem Index der Geometrie
  • der .dbf-Datei (DBase) zur Speicherung der Attributdaten
Das SHAPE-Format hat sich zu einem „Quasi-Standard“ entwickelt und kann von zahlreichen Programmen gelesen und z. T. auch erzeugt werden. Alle digitalen Karten und Auszüge aus unseren Informationssystemen stellen wir Ihnen im SHAPE-Format zur Verfügung. Auf Nachfrage können unsere Vektor- und Sachdaten auch in weiteren ESRI-spezifischen GIS-Formaten bereitgestellt werden, z. B. in ArcInfo (Coverage) oder ArcGIS (Geodatebase).
PIA-(ASCII)-Format
Das PIA-(ASCII)-Format wurde von der Firma FORSTWARE in Meersburg entwickelt. Sie vertreibt seit über 20 Jahren die GIS-Software PIA vor allem für die forstliche Holzlogistik mit dem überbetrieblichen Internet-basierten GeoMail zum Austausch von Informationen über Menge, Güte, Standort und Nachfrage. Das für Geometriedaten verwendete PIA-ASCII-Austauschformat hat sich seit Jahren als ideale Basis erwiesen, die in PIA kontrolliert konsistent aufgebauten Daten mit ihrer topologischen Struktur systemunabhängig auszulagern und weiterzuleiten.
ALK-GIAP-Entladeformat
Das ALK-GIAP-Entladeformat (*.DAT) ist ein gängiges Format aus dem Bereich der Vermessungsverwaltung. Es ist ein komprimiertes, sequentielles ASCII-Format und kann in eine ALK-GIAP-Datenbank importiert werden.
PDF-Format
Das PDF-Format (Portable Document Format) ist ein plattformunabhängiges Format der Firma Adobe zur einfachen Verbreitung, Weiterleitung sowie Präsentation von Karten, aber auch von Texten sowie Grafiken in Raster- und Vektorformaten. Die Dateinamen-Endung lautet .pdf.
Die Dateien können mit dem kostenfreien Viewer „Acrobat Reader“ visualisiert werden. Normalerweise ist ein originalgetreuer Ausdruck möglich, eine digitale Weiterverarbeitung (Einbindung in GIS-Umgebung) ist allerdings ausgeschlossen.
 
Textdaten nach oben
Bei Textdaten handelt es sich entweder um formatierte oder unformatierte Fließtexte oder um tabellarische Auszüge aus den Fachinformationssystemen. Je nach Herkunft sowie zugelassener oder erwünschter Bearbeitbarkeit können unterschiedliche Dateiformate verwendet werden. Die wichtigsten werden nachfolgend erläutert, weitere sind auf Anfrage möglich.
ASCII-Text-Dateien
ASCII-Text-Dateien haben variable Dateinamen und -Endungen, häufig sind .txt, .csv oder .asc. Es handelt sich um unformatierte Fließtexte oder Tabellen mit Feldtrenner (Leerzeichen, Komma, Semikolon), die in allen gängigen Software-Programmen weiterverwendet werden können.
PDF-Format
Das PDF-Format (Portable Document Format) ist ein plattformunabhängiges Format der Firma Adobe. Die Dateinamen-Endung lautet .pdf.
Formatierte Textdokumente, teilweise mit Abbildungen oder Tabellen, können mit dem kostenfreien Viewer „Acrobat Reader“ visualisiert werden. Normalerweise ist ein originalgetreuer Ausdruck möglich, eine digitale Weiterverarbeitung (Überarbeitung von Texten) ist allerdings ausgeschlossen. Bei PDF-Dokumenten ohne Verschlüsselung ist ab Version 5 des Acrobat Readers die Entnahme von unformatierten Texten oder Bildausschnitten möglich.
Word-Dokument
Word-Dokumente führen die Dateinamen-Endung .doc. Es handelt sich um formatierte Textdokumente, teilweise mit Abbildungen oder Tabellen, die mit den aktuellen Versionen der Software Microsoft Word gelesen und bearbeitet werden können. Viele Textverarbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit zum Import von Word-Dokumenten.
Excel-Dateien
Die Namen der Excel-Dateien enden mit .xls. Die zugrunde liegenden Tabellen können mit den aktuellen Versionen der Software Microsoft Excel gelesen und bearbeitet werden.
dBase-Format
Dateien des dBase-Formats haben die Dateinamen-Endung .dbf. Diese Datenbank-Tabellen im „Quasi-Standardformat“ können von zahlreichen Programmen (geografische Informationssysteme, Tabellenkalkulationsprogramme, Datenbanksysteme) gelesen und zum Teil auch erzeugt werden. Auf diese Weise ist eine Weiterverarbeitung der Daten möglich.
 
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