Geologischer Dienst
Nordrhein-Westfalen
– Landesbetrieb –

Geowissenschaftliche Gemeindebeschreibungen NRW

Legenden der Kartendienste (WMS): GÜK 500 HÜK 500

Remscheid

Naturraum

Die kreisfreie Stadt Remscheid liegt im Bergischen Land.
Naturraumbeschreibung: Nördliches Bergisches Land

Geologie

Der Untergrund besteht im wesentlichen aus gefalteten Festgesteinen (vorwiegend Ton-, Schluff- und Sandsteinen) der Devon-Zeit. Die mächtige Schichtenfolge wurde in der Karbon-Zeit gefaltet und größtenteils geschiefert. Von dem Faltengebirge hat die Abtragung nur einen Gebirgsrumpf mit flachwelliger Oberfläche übriggelassen. Der Gebirgsrumpf wurde später gehoben, so dass Bäche und Flüsse sich tief in ihn einschneiden konnten.

Grundwasser

Infolge geringer Durchlässigkeit des Untergrunds fließt das Niederschlagswasser überwiegend oberirdisch ab; seiner Rückhaltung und Nutzung dienen Talsperren.

Lagerstätten

Verwitterte Ton- und Schluffsteine können zur Herstellung druck- und säurefester Baukeramik Verwendung finden.

Böden

Aus den Verwitterungsbildungen der Festgesteine und ihrer aus Lösslehmhaltigem Hang- oder Hochflächenlehm bestehenden Bedeckung sind weitverbreitet lehmige Braunerden entstanden, die bei unterschiedlicher Entwicklungstiefe und Ertragsfähigkeit land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Zeitweilig vernässt e Standorte, die bodentypologisch den Pseudogleyen entsprechen, sind in der Regel an örtlich verbreitete, dichtgelagerte, fossile Bodenrelikte (Graulehme) gebunden. Die grundwasserbeeinflussten Böden der kleineren Täler sind als Gleye typische Grünlandstandorte. In den Flussniederungen überwiegen fruchtbare Auenböden, die unter dem Einfluss periodischer Überflutungen und eines stark schwankenden Grundwassers entstehen.

Baugrund

Gründungen von Bauwerken sind in dem von zahlreichen Trennflächen durchzogenen, sehr gut tragfähigen Fels aus Sandstein, Tonstein und Schluffstein besonders vorteilhaft. Im überlagernden Löss-, Verwitterungs- und Hanglehm können Gründungen entsprechend den Bedingungen und Vorgaben der DIN 1054 "zulässige Belastung des Baugrunds" vorgenommen werden; in Hanglagen können teilweiser Baugrundersatz und Pfeilergründung bis in den Fels nötig sein. In den Talbereichen kann im Auenlehm mit geringer bis mäßiger, im unterlagernden Kies mit größerer Belastung gegründet werden. Hochstehendes Grundwasser ist zu berücksichtigen.

Ob im Gemeindegebiet ein vom Untergrund ausgehendes Gefährdungspotential bekannt ist, erfahren Sie auf dem Internetportal „Gefährdungspotenziale des Untergrundes in Nordrhein-Westfalen“ (GDU).
Hinweise zum geothermischen Potenzial des Untergrundes im Gemeindegebiet erhalten Sie auf dem Internetportal „Geothermie in NRW“.

Geowissenschaftliche Karten zum Raum Remscheid

Geologische Karte 1:25.000 Blatt 4709 Wuppertal-Barmen
Geologische Karte 1:25.000 Blatt 4808 Solingen
Geologische Karte 1:25.000 Blatt 4809 Remscheid
Geologische Karte 1:100.000 Blatt 4706 Düsseldorf-Essen
Geologische Karte 1:100.000 Blatt 5106 Köln
Bodenkundliche Karte 1:50.000 Blatt 4708 Wuppertal
Bodenkundliche Karte 1:50.000 Blatt 4908 Solingen
Kostenfreie und kostenpflichtige Karten & Daten

Hinweis

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten übernimmt der GD NRW keine Gewähr.
Die Text- und Karteninformationen sind stark generalisiert. Sie ersetzen weder geowissenschaftliche Untersuchungen vor Ort noch fachliche Beratung, Stellungnahmen oder Begutachtungen. Sie basieren zum großen Teil auf einer Bearbeitung aus dem Jahr 2005. Seit 2016, mit Neuauflage der Anwendung, werden die Texte aktualisiert und fehlende Gemeindebeschreibungen ergänzt.

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