GD NRW 
Banner mit Bildern von Sand, Kies und Gestein
Suche Suche  |  Sitemap  |  Rechtliches  |  Impressum
Home > Leistungsspektrum > Erdbebendienst, Geophysik > Erdbebengefährdungsuntersuchungen >

Erdbebengefährdungsuntersuchungen

Wie man aus historischen Berichten weiß, ist es in der Niederrheinischen Bucht im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zu Schäden verursachenden Erdbeben gekommen. Es entstanden Mauerrisse, Schornsteine brachen ab, auch über den vollständigen Einsturz von Gebäuden wird berichtet. Dabei wurden auch mehrfach Personen verletzt. Solche Erdbebenwirkungen werden von den bei einem Erdbeben freigesetzten seismischen Wellen hervorgerufen. Insbesondere sind es die horizontalen Schwingungen, die zu Schäden führen, denn die meisten Gebäude sind nur auf vertikale statische Lasten ausgelegt. Durch eine geeignete Bauweise können solche Erdbebenwirkungen aber weitgehend vermieden werden.

Aus den Registrierungen des Erdbebenstationsnetzes des GD NRW wird die unterschiedliche Gefährdung verschiedener Bereiche der Niederrheinischen Bucht ermittelt, denn stärkere Beben sind in der Regel dort zu erwarten, wo auch schwache Beben auftreten.

Schwache Beben sind sehr viel häufiger und lassen deshalb die besonders gefährdeten Gebiete innerhalb von einigen Jahren der Beobachtung erkennen. Mittels statistischer Berechnungen kann für jeden beliebigen Ort berechnet werden, welche Erdbebenstärken in einem bestimmten Zeitraum – häufig 500 oder 2 500 Jahre – statistisch zu erwarten sind. Wohngebäude sind dann so zu errichten, dass Personen bei einem Erdbeben nicht zu Schaden kommen. Dabei ist auch der Aufbau des unmittelbaren Untergrundes zu berücksichtigen, der verstärkend oder abschwächend wirken kann. Für Anlagen wie z. B. Talsperren und Behälter mit chemischen Stoffen, von denen bei einer Schädigung durch Erdbeben eine zusätzliche Gefährdung für die Bevölkerung ausgehen kann, wird ein höheres Sicherheitsniveau verlangt als für Wohngebäude. Die bei solchen Gefährdungsanalysen von Seismologen ermittelten Parameter sind in erster Linie die horizontalen Beschleunigungen in Abhängigkeit von der Schwingungsfrequenz und die Dauer der Einwirkung der Schwingungen. Mit diesen Angaben können dann Ingenieure Gebäude und Anlagen den Anforderungen entsprechend erdbebensicher konstruieren.

Um auch die prähistorische Zeit zu berücksichtigen werden zunehmend Studien zur Paläoseismologie vorgenommen. mehr Infos

 

Wenden Sie sich an:

  • Dipl.-Phys. Dr. Lehmann
  • Fon: +49 (0) 2151 897-258
  • Fax: +49 (0) 2151 897-505
  • geophysik@gd.nrw.de

 

Epizentrenkarte

 

Das Erdbeben bei Roermond 13. April 1992

als Download

 

Das Erdbeben bei Alsdorf 22. Juli 2002

als Download

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen – Landesbetrieb –
De-Greiff-Straße 195 • D-47803 Krefeld
Fon +49 (0) 21 51 89 70 • Fax +49 (0) 21 51 89 75 05