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Im Auftrag der Landesregierung erarbeitet der GD NRW landesweit nach einheitlichen Gesichtspunkten durch die geowissenschaftliche
Landesaufnahme (Kartierung) Grundlagen für die Daseinsvorsorge,
die Landesplanung, die Risikovorsorge sowie für den Schutz und die
nachhaltige Nutzung von Naturgütern. Hierfür erfasst, interpretiert
und bewertet er die Bodenverhältnisse, die Gesteinsschichten des
Untergrundes, die Grundwasservorkommen und die Rohstoffe.
Unsere Geoinfo hilft Ihnen gerne weiter.
Eine zentrale Aufgabe des GD NRW ist die integrierte geologische Landesaufnahme. Dieses neu entwickelte Verfahren beinhaltet die zeitgleiche Erfassung und Auswertung aller geowissenschaftlichen Daten, also der geologischen, hydro-, ingenieur- und rohstoffgeologischen Parameter eines Kartierprojektes. Alle Daten fließen in das blattschnittfreie und maßstabsunabhängige Informationssystem Integrierte geologische Landesaufnahme ein. Mithilfe von GIS-orientierten Werkzeugen lassen sich aus diesem erhobenen einheitlichen Grunddatenbestand alle Standardmodule für die Bereiche Geologie, Hydrogeologie, Ingenieurgeologie, Rohstoffgeologie und Georisiken ableiten. Auch unterschiedlichste thematische Abfragen können ohne großen Aufwand generiert werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit, seine eigenen Auswertungen durchzuführen und die Abfrageergebnisse selber weiterzuverarbeiten. Die integrierte geologische Landesaufnahme ist damit ein effizientes Verfahren mit hohem Praxisbezug für alle Bereiche der Raumplanung.
Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GD NRW werden derzeit fünf Projekte der integrierten geologischen Landesaufnahme durchgeführt. Je nach den geologischen, regionalen und wirtschaftlichen Gegebenheiten besitzen die Kartierprojekte unterschiedliche Bearbeitungsschwerpunkte.
| Projekt | Städte/Kreise | Schwerpunkte |
|---|---|---|
| Ruhrgebiet | Duisburg, Kreis Wesel, Oberhausen, Mülheim, Essen, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Essen, Bochum, Herne, Ennepe-Ruhr-Kreis, Dortmund, Unna, Hagen, Märkischer Kreis |
Erkundung der differenziert aufgebauten Locker- und Festgesteine (Quartär bis Karbon) als Basis für
|
| Venloer Scholle (Nordteil) |
Erkundung der bis zu zehn Grundwasserstockwerke umfassenden Lockergesteinsserie des Quartärs und Tertiärs als Basis für
|
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| Nordeifelrand | Kreis Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen |
Erkundung der örtlich sehr differenziert aufgebauten Locker- und Festgesteine (Quartär bis Devon) als Basis für
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| Kölner Scholle (Nordteil) |
Düsseldorf, Leverkusen/ Rhein-Erft-Kreis, Kreis Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Rheinisch-Bergischer Kreis |
Erkundung der mächtigen quartär- und tertiärzeitlichen Lockergesteine als Basis für
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| Emsniederung/ Beckumer Berge |
Kreis Gütersloh, Kreis Warendorf |
Erkundung der quartär- und kreidezeitlichen Locker- und Festgesteine als Basis für
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| Oberes Weserbergland | Bielefeld, Kreis Lippe, Kreis Höxter |
Erkundung der tektonisch zum Teil stark beanspruchten Festgesteine mit ihrer Lockergesteinsüberdeckung als Basis für
|
Die Bodenkarte von Nordrhein-Westfalen 1 : 50 000 liegt sowohl analog als auch digital flächendeckend für das gesamte Landesgebiet vor. Arbeiten hierzu finden nur in begrenztem Umfang im Rahmen von Revisionskartierungen statt.
Der Arbeitsschwerpunkt der bodenkundlichen Landesaufnahme ist derzeit die großmaßstäbige Bodenkartierung. Für die forst- und landwirtschaftlichen Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen erarbeitet der GD NRW seit mehr als 40 Jahren Bodenkarten zur Erkundung forst- und landwirtschaftlich genutzter Flächen im Maßstab 1 : 5 000 (BK 5). Die rund 1 000 projektbezogenen Kartierverfahren haben eine Größe von wenigen Hektar bis zu mehr als 10 000 ha. Etwa 55 % der nordrhein-westfälischen Waldflächen und ca. 70 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind bis heute kartiert.
Während die Ergebnisse der Bodenkartierungen bis Mitte der 90er Jahre noch in Form analoger Karten herausgegeben wurden, fließen sie heute in das Informationssystem Bodenkarte zur Standorterkundung im Maßstab 1 : 5 000 ein. Aus diesem Informationssystem werden digitale Bodenkarten mit umfangreichen Auswertungen und Zusatzinformationen zur Verfügung gestellt. Viele alte Bodenkarten liegen zurzeit noch analog bzw. gescannt und georeferenziert vor. Der GD NRW ist dabei auch diese Altkartierungen in eine digitale Form zu überführen und in das Informationssystem zu integrieren.
Für welche Gebiete in Nordrhein-Westfalen bereits digitale oder analoge großmaßstäbige Bodenkarten vorliegen, ist der digitalen BK5-Übersichtskarte (ArcGIS) zu entnehmen. Dieses kostenlose Meta-Informationssystem (ArcGIS 8 und 9 bzw. ArcReader 8 und 9) kann als CD-ROM beim GD NRW angefordert werden. Eine Internet-Version dieser Übersicht wird in Kürze verfügbar sein.
Die bodenkundliche Kartierung im Wald ist vielseitig anwendbar. Sie dient als Grundlage für ein sachgerechtes Prüfen und Durchführen von Erst- und Wiederaufforstungen, als Entscheidungshilfe für forstbetriebliche und forstbehördliche Planungen und Maßnahmen des Waldschutzes (Baumartenwahl, Kalkung, Melioration). Des Weiteren ist sie Grundlage für verschiedene Fragen des Biotopmanagements, des Naturschutzes und des Umweltmonitorings.
Die bodenkundliche Kartierung landwirtschaftlich genutzter Flächen liefert Grundlagendaten für Flurbereinigungsverfahren, für die Erstellung von Landschaftsplänen und für die landwirtschaftliche Beratung. Sie unterstützt die Lösung von Interessenkonflikten zwischen Wasserwirtschaft und landwirtschaftlicher Bodennutzung in Wasserschutzgebieten und dient als Entscheidungsgrundlage für die Ausweisung, Abgrenzung und Pflege naturschutzwürdiger Areale.
| L/F | Verfahren | betroffene TK 25 |
|---|---|---|
| L | Mechernich | 5305, 5405, 5406 |
| L | Marsberg Ost, WRRL | 4519 |
| L | Nieukerk West, WRRL | 4503, 4504 |
| L | Porta-Westfalica, WRRL | 3719, 3720, 3819, 3820 |
| L | Dorsten-Lembeck, WRRL | 4207, 4208 |
| L | Altengeseke, WRRL | 4315, 4414, 4415, 4416, 4515 |
| L | Greven Südwest, WRRL | 3911 |
| L | Krefeld-Traar, WRRL | 4505, 4605 |
| L | Wegberg, WRRL | 4803 |
| L | Freckenhorst, WRRL | 4013 |
| L | Minden-Lübbecke, WRRL | 3619, 3620, 3719 |
| L | Uedem West, WRRL | 4302, 4303 |
| L | Louisendorf, WRRL | 4203 |
| L | Selfkant, WRRL | 4901 |
| L | Heinsberg Süd, WRRL | 4902 |
| L | Vluyn, WRRL | 4504, 4505 |
| L | Neukirchen, WRRL | 4505 |
| L | Süchteln West, WRRL | 4704 |
| L | Burgsteinfurt Hollicher Feld, WRRL | 3810 |
| L | Erp, Nörvenich, WRRL | 5106, 5206 |
| L | Borken West, WRRL | 4106, 4107, 4207 |
| L | Gütersloh Nordwest, WRRL | 4016 |
| L | Venner Moor | 4111 |
| L | Gagelbruch und Hochmoor Borkenberge | 4209 |
| F | Steinfurt, Altenberge, Greven | 3810, 3910, 3911 |
| F | Gronau, Ochtrup, Rheine | 3708, 3709, 3710 |
| F = Forstwirtschaftliche Kartierung | ||
| L = Landwirtschaftliche Kartierung |
Exkursionsführer zu 8 Bodenprofilen in Wegholm und Dickenbusch/Kreis Minden-Lübbecke
Exkursionsführer zu 8 Bodenprofilen
in der Region Preußisch Oldendorf/Kreis Minden-Lübbecke
Exkursionsführer zu 10 Bodenprofilen
in der Region Hille-Köhlte/Kreis Minden-Lübbecke
Exkursionsführer zu 4 Bodenprofilen
in Kalletal-Lichtensberg/Kreis Lippe
Exkursionsführer zu 5 Bodenprofilen
in Auenhausen/Kreis Höxter
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