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Auch 2013 absolvieren Geologen und Bodenkundler des GD NRW im Auftrag der Landesregierung in weiten Teilen des Landes ein umfassendes Bohrprogramm. Sie haben die Aufgabe, die Verhältnisse und Eigenschaften der Gesteinsschichten und des Bodens zu erfassen und zu bewerten. Diese Fachdaten werden anschließend digital aufbereitet und in Informationssystemen bereit gestellt. Sie sind wichtige Sach- und Entscheidungsgrundlage für viele Planungen der Daseins- und Risikovorsorge: z. B. in den Bereichen Rohstoffsicherung, Trinkwasserversorgung, Bodenschutz und Einschätzung von Georisiken.
Nach dem Verfahren der integrierten geologischen Landesaufnahme werden soweit notwendig und möglich alle landesplanerisch wichtigen Daten zu Geologie, Rohstoff-, Hydro- und Ingenieurgeologie sowie zu Georisiken und Erdwärme erfasst. Damit der Geowissenschaftler die Verbreitung und die Eigenschaften der Gesteinsschichten in Karten darstellen kann, benötigt er ein möglichst dichtes Netz von Informationen über den Untergrund.
Das Hauptarbeitsgebiet der Geologinnen und Geologen des GD NRW wird in diesem und in den nächsten Jahren das Ruhrgebiet sein. Es ist bereits das 10. Projektgebiet der integrierten geologischen Landesaufnahme. Daneben werden in anderen Landesteilen vereinzelt Bohrungen zur Vertiefung des geologischen Kenntnisstandes und zur Klärung regional übergreifender oder spezieller geowissenschaftlicher Fragen durch den GD NRW abgeteuft.
Die folgende Karte gibt Ihnen einen Überblick über alle Projektgebiete und die Verfügbarkeit der Daten.
Integrierte geologische Landesaufnahme 2013
Kurzbeschreibung der 10 Projektgebiete
Der Arbeitsschwerpunkt der bodenkundlichen Landesaufnahme ist derzeit die großmaßstäbige Bodenkartierung. Für die forst- und landwirtschaftlichen Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen erarbeitet der GD NRW seit mehr als 40 Jahren Bodenkarten zur Erkundung forst- und landwirtschaftlich genutzter Flächen im Maßstab 1 : 5 000 (BK 5). Die rund 1 000 projektbezogenen Kartierverfahren haben eine Größe von wenigen Hektar bis zu mehr als 10 000 ha. Etwa 55 % der nordrhein-westfälischen Waldflächen und ca. 70 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind bis heute kartiert.
Während die Ergebnisse der Bodenkartierungen bis Mitte der 90er Jahre noch in Form analoger Karten herausgegeben wurden, fließen sie heute in das Informationssystem Bodenkarte zur Standorterkundung im Maßstab 1 : 5 000 ein. Aus diesem Informationssystem werden digitale Bodenkarten mit umfangreichen Auswertungen und Zusatzinformationen zur Verfügung gestellt. Viele alte Bodenkarten liegen zurzeit noch analog bzw. gescannt und georeferenziert vor. Der GD NRW ist dabei auch diese Altkartierungen in eine digitale Form zu überführen und in das Informationssystem zu integrieren.
Für welche Gebiete in Nordrhein-Westfalen bereits digitale oder analoge großmaßstäbige Bodenkarten vorliegen, ist der digitalen BK5-Übersichtskarte (ArcGIS) zu entnehmen. Dieses kostenlose Meta-Informationssystem (ArcGIS 8 und 9 bzw. ArcReader 8 und 9) kann als CD-ROM beim GD NRW angefordert werden. Eine Internet-Version dieser Übersicht wird in Kürze verfügbar sein.
Die bodenkundliche Kartierung im Wald ist vielseitig anwendbar. Sie dient als Grundlage für ein sachgerechtes Prüfen und Durchführen von Erst- und Wiederaufforstungen, als Entscheidungshilfe für forstbetriebliche und forstbehördliche Planungen und Maßnahmen des Waldschutzes (Baumartenwahl, Kalkung, Melioration). Des Weiteren ist sie Grundlage für verschiedene Fragen des Biotopmanagements, des Naturschutzes und des Umweltmonitorings.
Die bodenkundliche Kartierung landwirtschaftlich genutzter Flächen liefert Grundlagendaten für Flurbereinigungsverfahren, für die Erstellung von Landschaftsplänen und für die landwirtschaftliche Beratung. Sie unterstützt die Lösung von Interessenkonflikten zwischen Wasserwirtschaft und landwirtschaftlicher Bodennutzung in Wasserschutzgebieten. Seit 2009 ist der Wasserschutz, insbesondere der Grundwasserschutz, in Problemgebieten der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ein weiterer wichtiger Aspekt. Für die Ausweisung, Abgrenzung und Pflege naturschutzwürdiger Areale liefert die Kartierung ebenfalls notwendige Entscheidungsgrundlagen.
In den Jahren 2012/2013 kartiert der GD NRW für zwei forstwirtschaftliche und 24 landwirtschaftliche Standorterkundungen, davon 22 in Problemgebieten gemäß der WRRL. Räumlich sind die Untersuchungsgebiete über ganz Nordrhein-Westfalen verteilt, mit Ausnahme des rechtsrheinischen Schiefergebirges und des Ruhrgebietes, wo derzeit keine Bodenkartierungen stattfinden.
| L/F | Verfahren | betroffene TK 25 |
|---|---|---|
| L | Aachen-Kohlscheid, WRRL | 5102 |
| L | Allerheiligen, WSG | 4806 |
| L | Büren Nord, WRRL | 4317, 4416, 4417 |
| L | Dorsten-Lembeck, WRRL | 4207, 4208 |
| L | Erp / Nörvenich, WRRL | 5106, 5206 |
| L | Gütersloh Nordwest, WRRL | 4015, 4016, 4115 |
| L | Heinsberg-Süd, WRRL | 4902 |
| F | Ibbenbüren / Emsdetten | 3712, 3811, 3812 |
| L | Uedem-West, WRRL | 4302, 4303 |
| L | Vluyn, WRRL | 4504, 4505 |
| L | Wachtendonk, WRRL | 4503, 4504, 4604 |
| F = Forstwirtschaftliche Kartierung | ||
| L = Landwirtschaftliche Kartierung |
Die Bodenkarte von Nordrhein-Westfalen 1 : 50 000 liegt sowohl analog als auch digital flächendeckend für das gesamte Landesgebiet vor. Arbeiten hierzu finden nur in begrenztem Umfang im Rahmen von Revisionskartierungen statt.
NEU: Exkursionsführer zu 5 Bodenprofilen in Lippinghausen und Schweicheln-Bermbeck/Kreis Herford (3 MB)
Exkursionsführer zu 8 Bodenprofilen in Wegholm und Dickenbusch/Kreis Minden-Lübbecke(4 MB)
Exkursionsführer zu 8 Bodenprofilen in der Region Preußisch Oldendorf/Kreis Minden-Lübbecke (8 MB)
Exkursionsführer zu 10 Bodenprofilen in der Region Hille-Köhlte/Kreis Minden-Lübbecke (1,5 MB)
Exkursionsführer zu 4 Bodenprofilen in Kalletal-Lichtensberg/Kreis Lippe (3 MB)
Exkursionsführer zu 5 Bodenprofilen in Auenhausen/Kreis Höxter(11 MB)
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