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EU-Projekt „Geothermie-Studie Ruhrgebiet“
Geothermie, auch Erdwärme genannt, gewinnt als eine regenerierbare Energie für die umweltfreundliche Energieversorgung eine immer größer werdende Bedeutung.
Mit diesem Projekt wird ein geothermisches Informationssystem aufgebaut. Es ist die Grundlage für die Realisierung tiefengeothermischer Anlagen zur Wärme- und Stromproduktion im Ruhrgebiet.
Hydrogeologische Übersichtskarte von Deutschland 1 : 200 000
Das neue Kartenwerk Hydrogeologische Übersichtskarte von Deutschland im Maßstab 1 : 200.000 (HÜK 200) gibt einen deutschlandweiten Überblick der hydrogeologischen Verhältnisse. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) unter Federführung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist ein wichtiger Baustein zur Erfüllung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Nordrhein-Westfalen wird von neuen Kartenblättern abgedeckt.
Hintergrundwerte im Grundwasser
Der GD NRW beteiligt sich auch an der Bestimmung und Darstellung der natürlichen Hintergrundwerte im Grundwasser. Das Erreichen eines guten qualitativen Zustands des Grundwassers gemäß Europäischer Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) setzt die Kenntnis der hydrogeochemischen Hintergrundwerte im Grundwasser voraus. Das Projekt wird ebenfalls bundesweit durchgeführt und durch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) koordiniert.
Projekt "Abgrabungsmonitoring NRW"
Seit Januar 2007 läuft im Auftrag des Wirtschaftsministeriums NRW das Pilotprojekt "Abgrabungsmonitoring NRW".
Projekt "Rohstoffkarte NRW"
Seit 2004 untersucht der GD NRW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums NRW speziell die Vorkommen nichtenergetischer Rohstoffe im Land.
Die Rohstoffkarte für die Lockergesteine wurde Ende 2009 fertig gestellt. Seit Mitte 2010 läuft Teil II des Projektes: Innerhalb von fünf Jahren werden die Festgesteinsrohstoffe landesweit erfasst und dargestellt.
Die Ergebnisse werden in das Informationssystem Rohstoffkarte eingebracht und sind Grundlage für die Regionalplanung.
Der Untergrund als Speicher?
Kann das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid im Untergrund von NRW gespeichert werden? Und welchen weiteren Nutzen haben geologische Speicher? Diesen Fragen geht der GD NRW zusammen mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nach. Es sollen Erkenntnisse über Speicherlokalitäten im Untergrund von NRW und über deren Speicherpotenzial ermittelt werden.
Als CO2-Speicher kommen nur poröse, durchlässige Gesteine mit einer guten Abdichtung nach oben und zur Seite in Frage. Es muss sichergestellt sein, dass das CO2 nicht aus dem Speichermedium entweichen kann.
Ein bundesweites Informationsssystem gibt Auskunft Speicher-Kataster Deutschland
Informationen zum ersten Projekt aus dem Jahr 2005 in gdreport 3/2005.
„Nationaler GeoPark Ruhrgebiet“
Der Nationale GeoPark Ruhrgebiet ist einzigartig! Kein anderer existiert in einem industriellen Ballungsraum wie der Metropole Ruhr. Die Rohstoffvielfalt als Alleinstellungsmerkmal dieses GeoParks kommt im Slogan „Rohstoffland Ruhrgebiet – Geologie zum Anschauen“ zum Ausdruck.
Die Expertengruppe der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat den GeoPark Ruhrgebiet am 8. November 2011 für weitere fünf Jahre als Nationalen GeoPark bestätigt. Damit hat die Metropole Ruhr ein national bedeutendes Qualitätssiegel erfolgreich verteidigt.
Standsicherheit durch Ingenieurgeologie
Wenn große Projekte (z. B. Tagebaue, Stauanlagen, Verkehrswege, Kliniken, öffentliche Gebäude) geplant werden oder schwierige Baugrundverhältnisse zu erwarten sind, müssen konkrete Aussagen zu den Baugrundverhältnissen und zur Standsicherheit der Bauwerke erfolgen.
Bei Schadensfällen, wie Rutschungen, Felsstürzen oder Erdfällen sind die Ursachen zu klären und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Dies ist das Arbeitsgebiet der Ingenieurgeologen im GD NRW.
Erdbebenalarmsystem NRW
In der Niederrheinischen Bucht muss jederzeit mit stärkeren Erdbeben gerechnet werden. Vorhersagen kann man sie nicht. Jedoch kann Vorsorge getroffen werden, um menschliches Leben zu schützen und um Schäden an Gebäuden und Infrastruktur des Landes gering zu halten.
Der GD NRW baut daher zurzeit ein Meldesystem für starke Erdbeben auf.
Paläoseismologie Spurensuche nach Erdbeben der Erdgeschichte
Welche Magnitude können Starkbeben in der Niederrheinischen Bucht erreichen?
Das stärkste Beben wurde bislang mit einer Magnitude von 6,3 bestimmt.
Gibt es Spuren, die belegen, dass sich in prähistorischer Zeit noch stärkere Erdbeben ereignet haben?
Starkbeben treten nämlich in wesentlich größeren Zeitabständen auf, so dass möglicherweise die bisherigen Erdbebenaufzeichnungen ein solches Ereignis nicht erfasst haben.
Hier kann die Paläoseismologie weiterhelfen.
Das Rätsel des Sarkophags von Weilerswist
Als Mitarbeiter des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege im Sommer 2003 bei Weilerswist nahe Euskirchen drei römerzeitliche Sarkophage fanden, gab ihnen einer der Sarkophage ein Rätsel auf. Geologen des GD NRW halfen, dieses Rätsel zu lösen.
Oberdevon in der Paffrather Mulde
Die palynologische Bearbeitung von Bohrungen, die im Rahmen der geowissenschaftlichen Kartierung im Maßstab 1 : 25 000 des Blattes 5008 Köln durchgeführt wurden, brachten im Bereich der Paffrather Mulde überraschende Ergebnisse.
Weitere Projekte/Projektarchiv
Eine Auswahl weiterer geowissenschaftlicher Projekte des GD NRW, die aktuell in Arbeit oder bereits abgeschlossen sind.
Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Landesbetrieb
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