Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt.
Warum gibt es das Ruhrgebiet? Wieso leben hier über 5 Millionen Menschen, mehr als in Deutschlands größter Stadt Berlin? Was hat das mit Geologie zu tun? Welche Rolle spielte die Kohle früher, spielt sie heute und in Zukunft? Welche Rolle spielen Steinsalz, Sand, Kies oder Grundwasser? Diese und andere Fragen beantwortet der Nationale GeoPark Ruhrgebiet, Deutschlands einziger Nationaler GeoPark, der die Rohstoffnutzung als zentrales Thema hat. Er ist weltweit der erste in einem städtischen Ballungsgebiet, der Metropole Ruhr.
So lautet der Slogan, mit dem sich der 4 500 km2 große GeoPark Ruhrgebiet vorstellt. Die hier vorkommenden Gesteine repräsentieren fast 400 Millionen Jahre Erdgeschichte von der Devon- bis in die Quartär-Zeit.
An vielen gut zugänglichen Orten wie beispielsweise dem Geologischen Garten in Bochum sind die Gesteine des Untergrundes als Zeugnisse der Erdgeschichte aufgeschlossen und liegen für den Betrachter offen. Etwa hundert Geotope können besichtigt werden, drei davon wurden im bundesweiten Wettbewerb als „Nationale Geotope“ prämiert. Hierzu zählt das Muttental mit dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall und seiner geschichtsträchtigen Kulisse für den Steinkohlenbergbau.
Vielfalt und Bedeutung der Bodenschätze spielen im GeoPark eine zentrale Rolle: Die Steinkohle war sicher der wichtigste, aber keineswegs der einzige Bodenschatz, der das Ruhrgebiet prägt(e): Erze für die Hüttenindustrie, Salz für den Ernährungssektor, Salz als Streusalz und Chemierohstoff oder Kies und Sand für die Bauindustrie.
Der GeoPark liegt auf der Grenze zwischen den deutschen Mittelgebirgen und dem norddeutschen Flachland.
Der Süden ist geprägt durch die idyllische Mittelgebirgslandschaft des Ruhrtals. Dort liegt die Wiege des Steinkohlenbergbaus im Ruhrrevier, wo die Kohle vielerorts bis an die Tagesoberfläche reicht. Über 20 geologische und bergbauhistorische Wanderwege, vernetzt mit der 185 km langen GeoRoute Ruhr, weisen auf die wertvollen Bodenschätze und die spannende Geschichte des ehemaligen Bergbaus hin.
Nördlich der Ruhr bewegt sich der Besucher in einer pulsierenden Stadt-an-Stadt-Landschaft mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten aus der Glanzzeit der Montanindustrie: Zechenanlagen und Kokereien wie das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen oder die Zeche Zollern in Dortmund. Sie bieten heute spektakuläre Räumlichkeiten für Museen, Messen, Musik, Literatur und Kunst. Ehemalige Bergehalden erstrahlen in neuem Gewand und präsentieren sich als künstlerisch gestaltete Landmarken, so die Halde Hoheward in Recklinghausen mit weiter Aussicht.
Mit dem Übergang vom mittleren Ruhrgebiet in das Münsterland verschwindet allmählich der Ballungsraum und es beginnt das eher ländlich geprägte Münsterland. Die weite Landschaft im Norden des GeoParks ist von den Ablagerungen der Kreide-Zeit und der Eiszeiten geprägt. Eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht lange Radtouren zu bedeutenden geologischen und kulturellen Ausflugszielen.
Die GeoPark-Landschaft im Ruhrgebiet ist facettenreich: Geologie und Industriekultur, Hochöfen und Naturerlebnis, Zechen und Kulturevents.
Der Wandel der Metropole ist in vollem Gange und der GeoPark Ruhrgebiet ist ein Teil davon!
Die Expertengruppe „Nationale GeoParks“ der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat den GeoPark Ruhrgebiet am 8. November 2011 für weitere fünf Jahre als Nationalen GeoPark bestätigt. Damit hat die Metropole Ruhr ein national bedeutendes Qualitätssiegel erfolgreich verteidigt.
Die Expertengruppe prüfte umfangreiche Evaluierungsdokumente und befuhr den GeoPark an zwei Tagen. Der GeoPark überzeugte in allen Kriterien durch seine besondere Qualität und bekam nach dem Ampelsystem die „grüne Karte“ gezeigt.
Der GD NRW und der damalige Kommunalverband Ruhr (heute Regionalverband Ruhr) haben am 26. Mai 2004 den Verein „GeoPark Ruhrgebiet e. V.“ als Träger des GeoParks ins Leben gerufen.
Alle an Geotopschutz und Geotourismus im Ruhrgebiet interessierten Personen, Körperschaften und Organisationen sind eingeladen, im GeoPark Ruhrgebiet e.V. mitzuwirken.
Geopark Themen: Nr. 1 Eiszeit im Ruhrgebiet
Geopark Themen: Nr. 2 Erzbergbau im Ruhrgebie
Geopark Themen: Nr. 3 Karst und Höhlen im Ruhrgebiet
Geopark Themen: Nr. 4 Grundwasser im Ruhrgebiet
Geopark Themen: Nr. 5 Kreide-Zeit im Ruhrgebiet
Nationaler GeoPark Ruhrgebiet Geotouristische Übersichtskarte 1 : 125 000
Von Korallenriffen, Schachtelhalmen und dem Alten Mann
Geologische Exkursionen in den Nationalen GeoPark Ruhrgebiet
Bild vergrößern
(Quelle: GeoPark Ruhrgebiet e. V.)
Nachtigallstollen, Witten
(Quelle: LWL Industriemuseum Zeche Nachtigall)
Geologischer Garten, Bochum
(Quelle: GeoPark Ruhrgebiet e. V.)
Zeche Zollern, Dortmund
(Quelle: GeoPark Ruhrgebiet e. V.)
Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Landesbetrieb
De-Greiff-Straße 195 D-47803 Krefeld
Fon +49 (0) 21 51 89 70 Fax +49 (0) 21 51 89 75 05