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Hintergrundwerte im Grundwasser

Der GD NRW beteiligt sich auch an der Bestimmung und Darstellung der natürlichen Hintergrundwerte im Grundwasser. Das Erreichen eines guten qualitativen Zustands des Grundwassers gemäß Europäischer Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) setzt die Kenntnis der hydrogeochemischen Hintergrundwerte im Grundwasser voraus. Das Projekt wird ebenfalls bundesweit durchgeführt und durch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) koordiniert.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) gibt vor, bis zum Jahr 2015 einen guten chemischen Zustand des Grundwassers zu sichern bzw. wieder herzustellen. Hierfür muss die Qualität des Grundwassers beurteilt werden, was aber nur möglich ist, wenn die Hintergrundwerte im Grundwasser ermittelt werden. Dazu ist es notwendig, sowohl natürliche als auch anthropogene Lösungsinhalte zu quantifizieren, um diese mit den von der EU aufgestellten Kriterien für den sog. "guten Zustand" eines Grundwasserkörpers vergleichen zu können. Hierzu wurde eine bundesweite Karte der Hintergrundwerte von 37 anorganischen Haupt-, Neben- und Spurenstoffen sowie von drei physikochemischen Werten (Gesamthärte, elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert) im Grundwasser erstellt.

Kartengrundlage ist die flächendeckend für Deutschland digital vorliegende Hydrogeologischen Übersichtskarte 1 : 200 000. Aus den 1 100 Generallegendeneinheiten der HÜK 200 wurden 186 Hydrogeochemische Einheiten (HGC) abgeleitet. Mehr als 52 000 Grundwasseranalysen wurden ausgewertet und den verschiedenen HGC zugeordnet. Die Datenauswertung erfolgte mithilfe von Wahrscheinlichkeitsnetzen, um die Normalverteilung und das 90 %-Perzentil der einzelnen Parameter zu ermitteln. Der Großraum 2 „Rheinisch-Westfälisches Tiefland“ wird vom GD NRW ausgewertet.

Die BGR stellt die Daten als Web Map Service (WMS) in Form von Karten und Info-Abfragen bereit. Damit sind die statistischen Maßzahlen der hydrogeochemischen Einheiten flächenhaft für die oberen Grundwasserleiter jederzeit online verfügbar. Mit diesem Instrument lassen sich Grundwasseranalysen in den regionalen Kontext einordnen und Verunreinigungen im Grundwasser sowie deren Ursachen gezielter erkennen. Die HGC helfen insbesondere die Frage zu beantworten, ob Überschreitungen von Schwellenwerten natürlichen oder anthropogenen Ursprungs sind. Sind sie natürlichen Ursprungs, kann sich der Grundwasserkörper somit trotzdem in einem guten chemischen Zustand befinden.

Die Ergebnisse können über WMS-fähige Programme wie ESRI ArcGIS Explorer und GoogleEarth oder über Internetkartenanwendungen mit WMS-Importfunktion visualisiert werden:

Ausführliche Informationen zum Projekt:

 

Wenden Sie sich an:

  • Dipl.-Geol. Schuster
  • Fon: +49 (0) 2151 897-562
  • Dipl.-Geol. Linder
  • Fon: +49 (0) 2151 897-301
  • Fax: +49 (0) 2151 897-505
  • grundwasser@gd.nrw.de

 

Hydrogeochemische Einheiten in Deutschland

Hydrogeochemische Einheiten in Deutschland (Quelle: BGR)

 

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen – Landesbetrieb –
De-Greiff-Straße 195 • D-47803 Krefeld
Fon +49 (0) 21 51 89 70 • Fax +49 (0) 21 51 89 75 05