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Vor 50 Jahren, am 5. Dezember 1962, schrieb der Ort Billerbeck, etwa 30 km westlich Münster, Geschichte. Hier stellte die Aufschlussbohrung Münsterland 1 mit 5 956 m einen europäischen Tiefenrekord auf. Heute ist es die Kola-Bohrung auf der russischen Halbinsel Kola, die mit etwa 12 000 m seit 1979 den weltweiten Tiefenrekord hält. Das bisher tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Festgestein bohrten Geowissenschaftler in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre beim kontinentalen Tiefbohrprojekt Windischeschenbach inmitten des Oberpfälzer Waldes: 9 101 m.
Die Aufschlussbohrung Münsterland 1 nach wie vor die tiefste Bohrung in NRW diente umfangreichen geowissenschaftlichen Untersuchungen. Die Untersuchungen und Ergebnisse sind ausführlich beschrieben in:
Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen, Band 11,
Folgende Fotos geben einen Einblick in die Arbeiten rundum die Aufschlussbohrung Münsterland 1:
Blick auf den Bohrturm (Foto: Thiemeyer)

Tiefenseismisches Profil und

... seine geologische Deutung im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Bohrung

Probenentnahme (links); Probenaufbereitung (rechts)

Probenaufbereitung

Probenaufbereitung

Auswertung der Röntgendiagramme

Mikropaläontologische Auswertungen
Makrofloristische Auswertungen
Blick auf die Bohrung
"Das tiefste Loch Nordrhein-Westfalens wird 50!", gdreport 1/2012, Seite 5
Poster: Die Bohrung Münsterland 1
Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Landesbetrieb
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