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Kreis: Hagen
TK 50: L 4710 Hagen
Lage: R 00 600, H 95 200
Im ehemaligen Ziegeleisteinbruch von Hagen-Vorhalle liegt einer der bedeutendsten Geotope Nordrhein-Westfalens. Der Steinbruch schließt Tonsteine mit eingeschalteten Sandsteinlagen auf. Sie dokumentieren die geologische Stufe des Namurs B (Ziegelschieferzone) aus der Zeit des Oberkarbons. Aufgrund sedimentologischer Untersuchungen, aber auch wegen der dort auftretenden Fossilien, werden die Ablagerungen als küstennahe Bildungen im Karbon-Meer gedeutet. Sie entstanden vielleicht in einer Bucht oder Lagune. Die Sandsteinbänke werden als Sturmsandlagen gedeutet. Im ehemaligen Ziegeleisteinbruch von Hagen-Vorhalle liegt einer der bedeutendsten Geotope Nordrhein-Westfalens. Der Steinbruch schließt Tonsteine mit eingeschalteten Sandsteinlagen auf. Sie dokumentieren die geologische Stufe des Namurs B (Ziegelschieferzone) aus der Zeit des Oberkarbons. Aufgrund sedimentologischer Untersuchungen, aber auch wegen der dort auftretenden Fossilien, werden die Ablagerungen als küstennahe Bildungen im Karbon-Meer gedeutet. Sie entstanden vielleicht in einer Bucht oder Lagune. Die Sandsteinbänke werden als Sturmsandlagen gedeutet.

Der Steinbruch von Hagen-Vorhalle ist ein Fossilienfundpunkt von überragender Bedeutung. Es wurden dort sowohl Überreste von Meereslebewesen wie von Landbewohnern geborgen: Zu den Ersteren gehören die relativ häufigen Goniatiten, ausgestorbene Verwandte der heutigen Tintenfische. Ihre Gehäuse wurden wahrscheinlich aus dem offenen Meer in die beschriebene Bucht verdriftet. An Zeugnissen des nahen Landes sind Pflanzenreste verschiedener Art am häufigsten. Weltgeltung hat der Aufschluss jedoch als Fundpunkt fossiler Insekten und Spinnentiere gefunden. Bei systematischen Ausgrabungen durch das Westfälische Amt für Bodendenkmalpflege, Münster, und andere Institute wurden bisher weit über 100 Exemplare gefunden, die sich auf 15 verschiedene Arten verteilen. Die Insekten sind oft hervorragend erhalten und von teilweise beeindruckender Größe. Man nimmt an, dass die Tiere während eines Unwetters auf das offene Wasser getrieben wurden und dort zu Grunde gingen. Die Fossilien werden im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster und im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Schloss Werdringen in Hagen-Vorhalle aufbewahrt.
Über seine Bedeutung für die Paläontologie hinaus ist der Aufschluss auch wegen der hier anzutreffenden Faltenbilder und Gebirgsstörungen in der geologischen Fachwelt berühmt. Wegen seiner wissenschaftlichen Bedeutung wurde der Steinbruch als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Foto: Koch, Ennepetal

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