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  • Dipl.-Geol. Dr. Strauß
  • Fon: +49 (0) 2151 897-241
  • Fax: +49 (0) 2151 897-505
  • rohstoffe@gd.nrw.de

3D-Flözmodellierung

 

Basisdaten für die Nutzung von Grubengas

Woher kommt das Gas?
Das Ruhrgebiet – eine Gaslagerstätte

Bei der Umwandlung pflanzlicher Stoffe früherer Moore in Steinkohle entstanden in erdgeschichtlicher Zeit auch große Mengen von Gas. Der größte Teil dieses Gases entwich bereits kurz nach seiner Entstehung in die Atmosphäre. Ein kleiner Teil wurde während des Flözabbaus frei, weil er durch den Bergbau mobilisiert wurde. Und noch immer muss man mit beträchtlichen Mengen von Gas rechnen, die in den deutschen Steinkohlenrevieren vorhanden sind und allmählich in die Atmosphäre eintreten.

Die vorliegenden umfangreichen Informationen über die Steinkohlenlagerstätte des Ruhrgebietes sind für zahlreiche planungs- und nutzungsbezogene Fragestellungen von Bedeutung und spielen auch beim Klimaschutz einen wichtigen Aspekt.

Trotz langjährigen Abbaus von ca. 12 Mrd. t Steinkohle stehen allein in der Bergbauzone des Ruhrreviers noch mindestens 85 Mrd. t Kohle an. Diese „Restvorräte“ befinden sich in den Zwischenräumen früherer Abbaue, in dünnen Flözen und in größerer Tiefe.

Die Kohle hat ein gutes Gasspeichervermögen und kann im Ruhrrevier noch bis zu 10 m3 Gas/t Kohle enthalten.

Trotz großer örtlicher Schwankungen, die von den geologischen Gegebenheiten und dem Abbau abhängen, ist mit beachtlichen Gasmengen zu rechnen.

Der langjährige Bergbau hat den Gebirgskörper so weit aufgelockert, dass das vor allem in der Kohle, aber auch im „Nebengestein“ natürlicherweise recht fest gebundene Gas langsam frei wird. Über Klüfte, Spalten und alte Grubenbaue kann es zu den Gewinnungsstellen fließen und genutzt werden.

Zukunftsenergien werden gesucht

  • Eine große Gaslagerstätte ist vorhanden.
  • Das Gas ist technisch gewinnbar und nutzbar.

Im Jahr 2004 werden etwa 160 Mio. m3 Methangas pro Jahr aus dem Grubengas zur Stromgewinnung verwertet. Etwa 100 kleine Anlagen, wie z. B. Blockheizkraftwerke, erzeugen 560 GWh. Die Einrichtung dieser Anlagen wurde in den letzten Jahren vor allem durch das Energieeinspeisungsgesetz initiiert und betrifft vor allem die stillgelegte Bergbauzone.

 

Kohleninhalt im Ruhrgebiet

Ein wichtiges Maß für die Menge des Gases ist der recht gut bekannte, noch vorhandene Kohleninhalt

 

Aufgrund der Suche nach neuen, ökonomisch und ökologisch nutzbaren Zukunftsenergien ist das Interesse an der Geologie der Steinkohlenlagerstätten in den letzten Jahren wieder stärker geworden.

Geodaten liefern grundlegende Informationen

Über lange Zeit wurden weite Regionen von Nordrhein-Westfalen vom Bergbau geprägt. Infolgedessen war auch die geowissenschaftliche Bearbeitung der Steinkohlenlagerstätten eine der Hauptaufgaben des geologischen Staatsdienstes in NRW. Bis weit in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden umfangreiche geologische Informationen über die Steinkohlenlagerstätten des Landes gesammelt und nach modernen Gesichtspunkten für den Steinkohlenbergbau ausgewertet.

Parallel zum Rückgang des Bergbaus nahmen auch die geowissenschaftlichen Arbeiten stark ab. Die Erkenntnisse über die Lagerstätten sind jedoch in umfangreichen Buchveröffentlichungen, verschiedensten Karten, Dateien und Archivstücken Buchveröffentlichungen dokumentiert und für die Nachwelt erhalten.

Diese Informationen sind einerseits für den fachgerechten Umgang mit der Lagerstätte im Rahmen des noch verbliebenen aktiven Bergbaus unverzichtbar. Andererseits gibt es in allen Kohlerevieren auch nach der Stilllegung kurz- und langfristig eine Fülle geotechnischer Probleme, deren Lösung ausreichende lagerstättengeologische Informationen und Sachverstand voraussetzen.

Auf dieser Basis ist es auch möglich, Angaben über das Potenzial des in den Steinkohlenlagerstätten noch vorhandenen Gases zu machen. Die Nutzung dieses Gases als eine der Zukunftsenergien unseres Landes ist ein aktuelles Thema in NRW.

Der GD NRW ist der geowissenschaftliche Dienstleister des Landes Nordrhein-Westfalen, der bei lagerstättenkundlichen und geotechnischen Fragestellungen kompetent und zuverlässig Lösungen anbietet.

 

 

 

Buchveröffentlichungen

Zur Geologie der Steinkohlenlagerstätten des Landes Nordrhein-Westfalen liegen beim GD NRW umfangreiche Informationsmaterialien, sei es als Buchpublikationen, Karten, Archivstücke oder Dateien, vor.

Bei den Buchpublikationen sind vor allem in der Reihe „Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen“ folgende Bände zu erwähnen:

  • Bd.  3 Das Karbon der subvariscischen Saumsenke
  • Bd. 11 Die Aufschlußbohrung Münsterland 1
  • Bd. 12 Paläobotanische, kohlenpetrographische und geochemische Beiträge zur Stratigraphie und Kohlengenese
  • Bd. 13 Zur Geologie des nordwestdeutschen Steinkohlengebirges
  • Bd. 18 Das höhere Oberkarbon von Westfalen und das Bramscher Massiv
  • Bd. 19 Die Karbon-Ablagerungen in der Bundesrepublik Deutschland
  • Bd. 22 Phylogenetische Sporologie. Wandel der Sporengestalt der Höheren Pflanzen im Laufe der Erdgeschichte
  • Bd. 24 Inkohlung und Erdöl
  • Bd. 25 Beiträge zur Sporologie
  • Bd. 27 Inkohlung und Geothermik
  • Bd. 31 Die fossilen Floren im Namur des Ruhrkarbons
  • Bd. 32 Nordwestdeutsches Oberkarbon, Teil 1
  • Bd. 33 Nordwestdeutsches Oberkarbon, Teil 2
  • Bd. 36 Die Steinkohlen-Floren Nordwestdeutschlands
  • Bd. 38 Das Subvariscikum Nordwestdeutschlands
  • Bd. 39 Die Pflanzenfossilien im Westfal D, Stefan und Rotliegend Norddeutschlands

Des Weiteren wurden zu diesem Thema zahlreiche Sonderveröffentlichungen vom GD NRW herausgegeben.

Weitere Angaben – auch Preise und Bestellmöglichkeiten – zu den Publikationen des GD NRW:

Geoshop > Bücher und Schriften

 

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Darüber hinaus verfügt die Bibliothek des GD NRW über eine umfangreiche Sammlung geowissenschaftlicher Werke, die für jeden geowissenschaftlich Interessierten zugänglich ist.

Nähere Informationen zur Nutzung der Bibliothek:

Leistungsspektrum > Bibliothek und Sammlungen

 

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Karten

Wichtige Informationsquelle sind auch die diversen geologischen Karten, die der GD NRW veröffentlicht:

Rohstoffkarten

  • Geologische Karte des Rheinisch-Westfälischen Steinkohlengebietes 1 : 10 000,
    dargestellt an der Karbonoberfläche
  • Geologische Übersichtskarte des Niederrheinisch-Westfälischen Karbons 1 : 100 000,
    dargestellt an der Karbonoberfläche
  • Geologische Karte des Ruhrkarbons 1 : 100 000,
    dargestellt an der Karbonoberfläche
  • Inkohlungskarte der Oberfläche des Oberkarbons in Nordwestdeutschland
    (Maßstab 1 : 500 000)

Weitere Angaben zu diesen Karten:

Geoshop > Rohstoffkarten

 

Geologische Karten

  • Geologische Karten von Nordrhein-Westfalen im Maßstab 1 : 25 000
  • Geologische Karten von Nordrhein-Westfalen im Maßstab 1 : 100 000

Weitere Angaben zu diesen Karten:

Geoshop > Geologische Karten

 

Digitale Produkte

  • Informationssystem Rohstoffkarte von Nordrhein-Westfalen, Bearbeitungsmaßstab 1 : 100 000
  • Informationssystem Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen, Bearbeitungsmaßstab 1 : 100 000

Weitere Informationen:

Geoshop > Digitale Produkte

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Dateien

Neben den digitalen Karten bietet der GD NRW zurzeit im Wesentlichen zwei Dateien mit Informationen zu Steinkohlenlagerstätten, nämlich die Datei zur Kohlenvorratsberechnung und die Inkohlungsdatei.

Datei des geometrischen Strukturmodells (KVB-Modell)

Diese wichtige Datei umfasst insgesamt 260 000 einzelne Flözteilstücke in den westdeutschen Steinkohlenlagerstätten von Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Die Flöze werden anhand eines geometrischen Strukturmodells, das so genannte Kohlenvorratsberechnungs-Modell (KVB-Modell), digital erfasst und als Vektordaten gespeichert. Die Dateien sind u. a. die Basis für die Berechnung des

  • Flöz- und Grubengaspotenzials
  • Wiederanstiegs des Grubenwassers
  • tiefengeothermischen Potenzials.

Diese Daten ermöglichen eine 3D-Visualisierung aller Flöze.

Inkohlungsdatei

Mehrere tausend Datensätze zum Inkohlungsgrad von Kohlen und von kohligen Einlagerungen in Sedimentgesteinen sind in verschiedenen Dateien thematisch zusammengefasst. Basierend auf diesen Daten können Auswertungen zur regionalen Inkohlung nach den unterschiedlichsten Gesichtspunkten durchgeführt werden.

Einrichten der Hardware an einer Erdbebenmessstation

Raumbild über den Faltenbau des zentralen Ruhrgebietes (CAD: Dipl.-Geol. Stoffels)

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  • Dipl.-Geol. Dr. Strauß (KVB-Modell)
  • Fon: +49 (0) 2151 897-241
  • Fax: +49 (0) 2151 897-505
  • Dipl.-Geol.'in Vieth (Inkohlungsdatei)
  • Fon: +49 (0) 2151 897-292
  • Fax: +49 (0) 2151 897-543
  • geodaten@gd.nrw.de

 

Archivstücke

Zu den Steinkohlenlagerstätten liegen im Archiv des GD NRW zahlreiche, überwiegend unveröffentlichte Dokumente, zum Beispiel in Form von Gutachten, Berichten, Manuskriptkarten und Schichtenverzeichnissen (Bohrarchiv). Hierzu zählt auch das Flözarchiv, eine umfassende Sammlung von Kartenwerken mit Bergwerksunterlagen, wie z. B. Übersichtsgrubenbildern, stratigraphischen Schnitten und tektonischen Übersichtskarten.

Wenn Sie eine Einsichtnahme in Archivunterlagen wünschen, finden Sie hier weitere Infos:

Leistungsspektrum > Geodaten-Service, Archive > Flözarchiv

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  • Dipl.-Geol.'in Lehmann
  • Fon: +49 (0) 2151 897-593
  • Dipl.-Geol. Dr. Strauß
  • Fon: +49 (0) 2151 897-241
  • Fax: +49 (0) 2151 897-505
  • rohstoffe@gd.nrw.de

 

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen – Landesbetrieb –
De-Greiff-Straße 195 • D-47803 Krefeld
Fon +49 (0) 21 51 89 70 • Fax +49 (0) 21 51 89 75 05