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15 Meter hohe Felsklippen aus rotem Sandstein ragen als geologisches und optisches Highlight im Veybach-Tal bei Mechernich empor. Sie sind Zeugen einer Zeit, in der hier mitten in der heute idyllisch grünen Eifel Wüstenbedingungen herrschten. Im Laufe der Jahrmillionen verwitterten die Katzensteine zu einem geologischen Kunstwerk.
Vor 250 Millionen Jahren, in der Buntsandstein-Zeit, war die heutige Nordeifel eine rote Wüste. Wenn es einmal regnete, dann heftig. Trockentäler verwandelten sich in reißende Flüsse und transportierten den Wüstenschutt nach Norden ins Meer. Außerhalb der Regenzeiten trockneten die Flussbetten aus und der Wind hatte freies Spiel: Er blies Sedimentpartikel aus dem Schotterbett und lagerte sie an anderer Stelle als Dünen wieder ab.
All das ist in den Katzensteinen überliefert: Deutliche Strukturen im unteren Bereich der Sandsteinfelsen belegen, dass dieser Teil von Flüssen abgelagert wurde. Der darüberliegende Sandstein ist in schrägen Lagen geschichtet und zeigt damit eine typische Dünenform. Wind und Wasser griffen die Gesteinsschichten an, die weicheren Lagen mehr, die härteren weniger. Im Laufe der Zeit entstanden so runde, gedrungene Felsformationen.
Der Fund von 13 000 Jahre alten Steinwerkzeugen ist ein Indiz dafür, dass das imposante Naturdenkmal dem Menschen schon früh bekannt war. Und nicht nur die Steinzeitmenschen waren hier aktiv. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren: Sie nutzten den Sandstein als Baumaterial.
Um die Felsen in ihrer einzigartigen Form möglichst lange zu erhalten, sind sie inzwischen unter Schutz gestellt.
Die Felsengruppe liegt im Naturschutzgebiet Katzensteine. Eine Infotafel am nahe gelegenen Parkplatz erläutert die geologische Situation.
53894 Mechernich
Parkplatz Katzensteine an der L61
N50° 36.192' E006° 41.215'
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