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Grafik zu 40 Jahre Landeserdbebendienst NRW

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Seismische Überwachung

Ein Netz von 14 Erdbeben-Messstationen erfasst rund um die Uhr die Erdbebenaktivität der Niederrheinischen Bucht und Umgebung. Die Messdaten werden in die Zentrale nach Krefeld übertragen und dort ausgewertet.

Aufbau des Erdbebenstationsnetzes

Seit Einrichtung der ersten Messstation in Jackerath im Jahr 1980 werden vom GD NRW seismische Bodenbewegungen aufgezeichnet. 1981 kamen die Stationen Pulheim und Großhau hinzu. Jetzt war ein erstes Stationsnetz in Betrieb, das auch schwächere Erdbeben in der Niederrheinischen Bucht lokalisieren konnte. Mittlerweile betreibt der Landeserdbebendienst NRW zwölf Stationen im Westen von Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt in der Niederrheinischen Bucht und den angrenzenden Gebieten des Rheinischen Schiefergebirges. Die beiden Stationen im Norden von Rheinland-Pfalz kamen 2006 und 2007 dazu. Die Sensoren dieser Messstationen sind sehr empfindlich. Sie registrieren Bodenbewegungen weit unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle des Menschen.

Messstationen des Landeserdbebendienstes NRW

Hinweis: Für Planungszwecke können die Standortdaten der einzelnen Stationen beim GD NRW angefordert werden.

Datenaustausch und Auswertung

Auch die Registrierungen an den seismologischen Messstationen unserer Kooperationspartner – Erdbebendienste benachbarter Länder, Universitäten und Forschungseinrichtungen – tragen maßgeblich zur seismischen Überwachung des Landes bei. Die Kooperationen stellen den gegenseitigen Daten- und Erfahrungsaustausch sicher.

Die registrierten Daten werden detailliert ausgewertet, um Ort und Stärke des Bebens zu bestimmen und Rückschlüsse auf die im Untergrund ablaufenden Prozesse zu ziehen. Außerdem liefert jedes registrierte Ereignis einen Beitrag, die Erdbebengefährdung an Standorten in Nordrhein-Westfalen zu bewerten. Das Auftreten schwacher Erdbeben lässt dabei auch auf die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten stärkerer Ereignisse schließen. Besonders wenn die Erde spürbar bebt, sind aktuelle und belastbare Informationen für die Bevölkerung sehr wichtig.

Seit 1980 wurden im Bereich des Stationsnetzes des Landeserdbebendienstes rund 3 500 Erdbeben registriert. Die meisten davon waren sehr schwach und die Bevölkerung hat sie nicht wahrgenommen. In einigen Fällen wurden die Erschütterungen jedoch deutlich gespürt, vereinzelt kam es zu Gebäudeschäden.

Das Erdbeben bei Roermond im deutsch-niederländischen Grenzgebiet am 13. April 1992 mit der Stärke 5,9 auf der Richterskala ist vielen noch gut in Erinnerung. Es war das stärkste Beben in Mitteleuropa seit mehr als 200 Jahren.

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