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Am 15. November 2014 waren um 12:35 Uhr MEZ (11.35 UTC) Erschütterungen im nördlichen Ruhrgebiet spürbar. In Haltern am See wurde dieser Erdstoß nach Informationen mehrerer Bürgerinnen und Bürgern merklich empfunden. Diese Erschütterungen wurden an allen Erdbebenstationen des Geologischen Dienstes NRW registriert. Die Auswertungen der Seismogramme lassen das Ereignis auf einen Bereich nordwestlich von Haltern lokalisieren.
Die Magnitude des Erdstoßes betrug nach Auswertung der augezeichneten Daten 2,8 auf der Richter-Skala. Die geringe Tiefe des Herdes von etwa 1 km lässt dieses Bebens als bergbauindiziertes Ereignis einstufen. Die Ursache kann hier den Aktivitäten des untertägigen Kohlebergbaus zugeordnet werden.
Epizentrum des Erdbebens und Seismogramm an der Station Pulheim (PLH).
Der GD NRW betreibt ein Beobachtungsnetz von 16 Erdbebenstationen in der Niederrheinischen Bucht und den angrenzenden Bereichen des Rheinischen Schiefergebirges. Bei zwei Stationen sind die Messgeräte (Seismometer) in bis zu 400 Meter tiefen Bohrlöchern installiert.
Seit Beginn der instrumentellen Beobachtung im Jahre 1980 wurden mehr als 3500 Beben registriert, vorwiegend in der Niederrheinischen Bucht. Diese Beben sind natürlichen Ursprungs und haben nichts mit menschlichen Aktivitäten wie zum Beispiel dem Bergbau zu tun.
Die meisten Beben sind zu schwach, um vom Menschen wahrgenommen zu werden. Die Messgeräte sind jedoch so empfindlich, dass sie noch Beben erfassen können, deren Stärke etwa ein Tausendstel der Fühlbarkeitsschwelle beträgt. Eine konkrete Vorhersage stärkerer Erdbeben mit der erforderlichen Genauigkeit ist zurzeit noch nicht möglich; man ist jedoch weltweit bestrebt, entsprechende Verfahren zu entwickeln.
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