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Am 12. November 2017 ereignete sich um 18.18 UTC (Ortszeit: 21:18 Uhr Irak / 21:48 Uhr Iran) ein starkes Erdbeben in der irak-iranischen Grenzregion zwischen Kirkuk und Kermanschah. Nach Angaben des U.S. Geological Survey (USGS) hatte das Beben eine Magnitude von 7,3. Nachrichtenmedien berichten von massiven Gebäudeschäden in der Region des Epizentrums. Über 450 Tote und bis zu 7000 Verletzte seien mittlerweile zu verzeichnen. Das Erdbeben wurde im gesamten Mittleren Osten gespürt.
Das Erdbeben wurde auch an den Messstationen des Geologischen Dienstes in Nordrhein-Westfalen deutlich registriert. Die ersten Signale des Bebens trafen dort etwa 6,5 Minuten nach dem Ereignis ein. Dies ist die Laufzeit der seismischen Wellen durch den Erdkörper.
Die Region gehört zu den Gebieten mit der höchsten Erdbebengefährdung weltweit.
Epizentrum des Erdbebens und Seismogramm an der Station GSH (Großhau)
Der GD NRW betreibt ein Beobachtungsnetz von 16 Erdbebenstationen in der Niederrheinischen Bucht und den angrenzenden Bereichen des Rheinischen Schiefergebirges. Bei zwei Stationen sind die Messgeräte (Seismometer) in bis zu 400 Meter tiefen Bohrlöchern installiert.
Seit Beginn der instrumentellen Beobachtung im Jahre 1980 wurden mehr als 3500 Beben registriert, vorwiegend in der Niederrheinischen Bucht. Diese Beben sind natürlichen Ursprungs und haben nichts mit menschlichen Aktivitäten wie zum Beispiel dem Bergbau zu tun.
Die meisten Beben sind zu schwach, um vom Menschen wahrgenommen zu werden. Die Messgeräte sind jedoch so empfindlich, dass sie noch Beben erfassen können, deren Stärke etwa ein Tausendstel der Fühlbarkeitsschwelle beträgt. Eine konkrete Vorhersage stärkerer Erdbeben mit der erforderlichen Genauigkeit ist zurzeit noch nicht möglich; man ist jedoch weltweit bestrebt, entsprechende Verfahren zu entwickeln.
Meldungen zu wichtigen Erdbeben in NRW und weltweit
Die letzten 10 Erdbeben in der Niederrheinischen Bucht und Umgebung
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