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Meldungen zu wichtigen Erdbeben in NRW und weltweit – Informationen zu folgendem Beben

Schweres Erdbeben in Venezuela

Am 24. Juni 2026 ereignete sich um 22:05:11 UTC (18:05:11 Uhr Ortszeit) ein schweres Erdbeben an der Küste Venezuelas. Das Epizentrum lag etwa 28 km südöstlich der Stadt Yumare. Nach Informationen des U.S. Geological Survey (USGS) betrug die Magnitude des Bebens 7,5. Die Herdtiefe wurde mit 10 km angegeben. Bereits 38 Sekunden zuvor, um 22:04:33 UTC (18:04:33 Uhr Ortszeit) ereignete sich etwa 23 km südöstlich der Stadt Yumare ein Erdbeben der Stärke 7,2 in 20,3 km Tiefe.
Nachrichtenmedien berichten über zahlreiche Tote und Verletzte aufgrund der starken Gebäudeschäden.

Die Karibische Platte bewegt sich relativ zur Südamerikanischen Platte (Blattverschiebung) mit einer permanenten Verschiebungsrate von ca. 20 mm pro Jahr nach Osten. Durch die rauen Gesteinsmassen gleiten die Platten nicht reibungslos. Sie verhaken sich kontinuierlich, wodurch sich im Untergrund eine enorme mechanische Spannung aufbaut. Wird die Belastungsgrenze des Gesteins überschritten, kommt es zu einem plötzlichen, ruckartigen Spannungsabbau, der sich als Erdbeben bemerkbar macht.

Das Erdbeben wurde deutlich an den Messstationen des Geologischen Dienstes in Nordrhein-Westfalen registriert. Der erste Einsatz der seismischen Wellen war etwa 11 Minuten nach dem Ereignis zu verzeichnen. Diese Zeit benötigen die Wellen auf ihrem Weg durch den Erdkörper.

Epizentrum des Erdbebebens bei Yumare, Venezuela

Epizentrum des Erdbebebens bei Yumare, Venezuela

Informationen zum Landeserdbebendienst

Der GD NRW betreibt ein Beobachtungsnetz von 16 Erdbebenstationen in der Niederrheinischen Bucht und den angrenzenden Bereichen des Rheinischen Schiefergebirges. Bei zwei Stationen sind die Messgeräte (Seismometer) in bis zu 400 Meter tiefen Bohrlöchern installiert.

Seit Beginn der instrumentellen Beobachtung im Jahre 1980 wurden mehr als 3500 Beben registriert, vorwiegend in der Niederrheinischen Bucht. Diese Beben sind natürlichen Ursprungs und haben nichts mit menschlichen Aktivitäten wie zum Beispiel dem Bergbau zu tun.

Die meisten Beben sind zu schwach, um vom Menschen wahrgenommen zu werden. Die Messgeräte sind jedoch so empfindlich, dass sie noch Beben erfassen können, deren Stärke etwa ein Tausendstel der Fühlbarkeitsschwelle beträgt. Eine konkrete Vorhersage stärkerer Erdbeben mit der erforderlichen Genauigkeit ist zurzeit noch nicht möglich; man ist jedoch weltweit bestrebt, entsprechende Verfahren zu entwickeln.

 

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